Mikael von Allmen

Emmental, Region Bern

Arbeit

Drei Fälle, drei Angebote

Jeder Fall beginnt mit einer Bedingung, nicht mit einer Technologie. Wer sie wiedererkennt, weiss, ob wir vom Gleichen reden.

Fälle

Datenschutz

Wenn Daten das Haus nicht verlassen dürfen

Ich habe eine Lösung gebaut, die Sitzungsaufnahmen vollständig auf dem eigenen Rechner transkribiert – kein Upload, keine Cloud. Entstanden ist sie, weil die übliche Antwort auf diese Anforderung «geht nicht» oder «kostet ein Vermögen» lautet. Beides war falsch.

Wie das entstanden ist

Die Anforderung klingt zuerst harmlos: Sitzungen sollen nicht mehr von Hand protokolliert werden. Unbequem wird sie in dem Moment, in dem jemand fragt, wo die Aufnahme eigentlich landet.

An dieser Stelle endet das Gespräch normalerweise. Entweder heisst es «geht nicht» – oder es kommt eine Offerte, nach der man sich fragt, ob Protokollieren von Hand nicht doch die günstigere Variante war.

Beides stimmte nicht. Die Verarbeitung läuft heute vollständig auf demselben Rechner, auf dem auch die Aufnahme liegt. Kein Upload, keine Cloud, kein Konto bei irgendwem.

Das Unspektakuläre daran ist der eigentliche Ertrag: Es gibt keine Datenschutzdiskussion mehr, weil es nichts mehr zu diskutieren gibt.

Informationsmenge

Wenn zu viel Information hereinkommt

Ein Nachrichten- und Newsletter-Reader, der Beiträge automatisch zusammenfasst und daraus eine tägliche Kurzübersicht erstellt. Aus zwei Stunden Lesen werden zehn Minuten – und man merkt trotzdem, wenn etwas Wichtiges dabei ist.

Wie das entstanden ist

Der Stapel ungelesener Newsletter ist ein ehrliches Mass dafür, wie viel man sich vorgenommen hat. Meiner war entsprechend unehrlich gross.

Die naheliegende Lösung wäre gewesen, weniger zu abonnieren. Die funktioniert zuverlässig – bis in dem Abbestellten genau das steht, was man gebraucht hätte.

Also der umgekehrte Weg: alles hereinlassen, aber nicht alles lesen. Beiträge werden automatisch zusammengefasst, daraus entsteht jeden Morgen eine Kurzübersicht.

Aus zwei Stunden Lesen werden zehn Minuten. Der eigentliche Test ist aber ein anderer: dass man trotzdem merkt, wenn etwas Wichtiges dabei ist. Eine Zusammenfassung, die nur kürzt, hätte den Stapel bloss verschoben.

Systemabgleich

Wenn zwei Systeme nicht miteinander reden

Ein Abgleich, der Trainingsdaten aus einem System in ein anderes überträgt: mit Trockenlauf zum Prüfen, wiederholbar ohne Duplikate, automatisiert im Hintergrund. Die unspektakulärste Kategorie – und die, nach der am häufigsten gefragt wird.

Wie das entstanden ist

Niemand meldet sich mit dem Wunsch nach einer Schnittstelle. Man meldet sich, weil jemand seit Monaten dieselben Daten zweimal erfasst und langsam die Geduld verliert.

Der Abgleich selbst ist keine Kunst. Die Kunst besteht darin, dass er ein zweites Mal laufen kann, ohne alles zu verdoppeln – und dass man vorher sieht, was er tun wird, statt es hinterher zu reparieren.

Deshalb gibt es einen Trockenlauf: Er zeigt an, was er ändern würde, und ändert nichts. Erst wenn das plausibel aussieht, läuft er echt. Danach läuft er im Hintergrund einfach weiter.

Es ist die unspektakulärste Kategorie, nach der am häufigsten gefragt wird. Erfolg heisst hier, dass danach niemand mehr darüber spricht.

Was ich anbiete

Umsetzung

Ich entwickle konkrete Lösungen: Dokumente durchsuchbar machen, wiederkehrende Abläufe automatisieren, internes Wissen nutzbar machen. Wo Datenschutz zentral ist, läuft die Verarbeitung lokal.

Schulungen und Workshops

Halbtägige Einführungen für Teams, Kollegien und Vorstände. Praktisch, an euren eigenen Beispielen, ohne Folienschlacht. Ich mache das neben meiner Anstellung, entsprechend günstig – und für gemeinnützige Organisationen, deren Sache mich überzeugt, ohne Rechnung.

Einordnung

Wenn unklar ist, wo KI überhaupt sinnvoll ansetzt: ein halber Tag, in dem wir eure Abläufe durchgehen und drei realistische Ansatzpunkte definieren. Mit ehrlicher Aussage dazu, was sich nicht lohnt.